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Erste Stellungnahmen zur Basilica minor
Heute gibt es bereits ein paar erste Stellungnahmen von Verantwortlichen zur Ernennung der Fliedener Pfarrkirche zur Basilica minor.
Allen voran freut sich Pfarrer Thomas Maleja darüber, dass nach rund fünf Jahren aktiver Planungsarbeit, nun endlich der Startschuss für die Bauarbeiten des zweiten Basilica-Turms fällt. „Dass es jetzt so schnell gehen wird, hätte noch letztes Jahr niemand geglaubt: Immerhin bleibt für die Bauausführung nun nicht mal ein halbes Jahr Zeit, da die Einweihung bereits im September stattfinden soll.”
Zudem bleibt es nicht beim Neubau eines zweiten Turms, sondern der bestehende Turm wird um ein weiteres Stockwerk erhöht, um das Länge-Höhenverhältnis des Kirchenbaus zu verbessern: „Das Langschiff der Kirche wurde in den 20er-Jahren um ein gutes Drittel verlängert, doch die Höhe des Turms ist auf dem Stand von 1720 geblieben. Das wirkt natürlich etwas mikrig,” so Projektkoordinator Matthias Flittner.
Diözesanbaumeister Dr. Burghard Preusler sieht in diesem Projekt eine Bestätigung für die aktive Gebäudeentwicklung, die das Bistum seit Jahren betreibt, und sieht es als Anreiz für weitere Bauvorhaben: „Das ist schon ein ehrgeiziges Projekt und es wird sicher nicht leicht, den engen Zeitplan einzuhalten; aber wenn der Papst kommt, soll die neue Basilika natürlich auch mit zwei Türmen glänzen. Bei der umfangreichen Außensanierung vor zwei Jahren wurden bereits einige Vorarbeiten ausgeführt, diese hatte die Kirchengemeinde trotz unsicherer Ausbaupläne schon mitfinanziert, dadurch sind wir jetzt wesentlich schneller in der Bauausführung.”
Pfarrgemeinderatssprecherin Mechtild Albinger ist hoch erfreut, dass es nun endlich losgeht: „Wir stehen alle hinter diesem Projekt, die gesamte Pfarrgemeinde ist mit an Bord und engagiert sich für den Ausbau unserer schönen Kirche. Auch die Vorbereitungen für die Ernennungsfeier müssen jetzt ganz schnell ablaufen, da wir keine große Vorlaufzeit hatten. Dafür sind natürlich ganz viele ehrenamtliche Helfer nötig, aus der Pfarrgemeinde und natürlich auch aus dem ganzen Bistum werden jetzt Freiwillige angworben, die bei der Vorbereitung und Durchführung mithelfen.”
Auf die Frage, ob damit ein langgehegter Traum nun endlich Wirklichkeit wird, antwortet Matthias Flittner: „Natürlich freuen wir uns alle riesig und es ist schon eine tolle Erfüllung. Aber damit wird noch nicht Schluss sein: Unser Traum besteht schließlich aus dem Reich Gottes, das wir hier auf Erden verwirklichen wollen. Diese Anerkennung durch den Heiligen Stuhl fördert damit nur unsere Bemühungen, weiterzumachen und Gottes Plan umzusetzen.”
Doch bei der Frage nach weiteren anstehenden Ideen weicht Gemeindereferentin Vera Schöppner aus: „Wie bei so vielen Dingen ist es letztlich eine höhere Entscheidung, was geschehen wird. Wie bei der Basilika praktiziert werden wir keine halbfertigen Projektpläne veröffentlichen, sondern erst dann an die Öffentlichkeit gehen, wenn etwas wirklich ins Laufen gekommen ist.” Doch Pfarrgemeinderatsvorstand Norbert Junk lässt vor Freude über die aktuellen Entwicklungen doch schon etwas durchsickern: „Durch die Fertigstellung der A66 in etwa 2 Jahren liegt Flieden ja an einer wichtigen mitteleuropäischen Verkehrsachse, wir sind somit ein idealer Standort für eine Autobahnkirche!” Doch soll es keine herkömmliche Autobahnkirche werden: Stichworte wie Segens-Drive-In, regelmäßiger Auto-Rosenkranz und Heiligen-Sammelbildchen zeugen von innovativen Ideen. Als Standort sind das Gewerbegebiet Flieden-Mitte direkt an der Autobahnabfahrt Flieden oder eventuell auch eine Zusammenlegung mit der neuen Rastanlage an der Abfahrt Schlüchtern-Nord im Gespräch. Verhandlungen mit der Hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung laufen bereits.
„Ein besonderer Dank geht an Bischofssekretär Dirk Gärtner, er war von 2005 bis 2008 in Flieden Kaplan und hat das Projekt damals wie heute aktiv mitentwickelt,” so Flittner. „Seine strategische Versetzung ins Bischofshaus war natürlich ein Segen für unsere Idee und ohne seine tatkräftige Unterstützung wären wir längst noch nicht so weit. Für unseren Dirk ist heute ja gleich ein doppelter Freudentag und wir gratulieren ihm ganz herzlich!”
