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Pfarrkirche wird Basilika Minor
Die Pfarrkirche St. Goar des Königreichs Flieden wird zur Basilica Minor erhoben, wie ein Sprecher der Pfarrgemeinde heute bekannt gab. Nur handverlesene und gesondert geprüfte Kirchen auf der ganzen Welt kommen in den Genuss, diesen Ehrentitel vom Papst verliehen zu bekommen. Die Erhebung zur Basilica Minor bestätigt die Kirche St. Goar als besonderes Zentrum liturgischer und pastoraler Dienste, das auf das gesamte Bistum Fulda ausstrahlt.
Der Titel Basilica Minor verbindet die Kirche eng mit dem Apostolischen Stuhl und dem Heiligen Vater. Das Verfahren zur Ernennung leitet die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung nach der Acta „Domus ecclesiae”. Die barocke Pfarrkirche ist nicht zuletzt für ihren imposanten Chorraum, eine gotische Kreuzigungsgruppe aus dem 18. Jahrhundert und der von Fürstabt Adalbert von Dalberg gespendeten Orgel weithin bekannt.
In Flieden hat man aber gleich Grund zur doppelten Freude, denn das Bistum Fulda hat nach dieser Freudenmeldung in einer außerordentlichen Sitzung des Bauausschusses des Generalvikariats beschlossen, die benötigten Sondermittel für den Bau eines zweiten Turms zu genehmigen. Somit wird auch dieser langersehnte Wunsch, der Fliedener Pfarrgemeinde endlich erfüllt und der neuen Basilika ein entsprechendes Äußeres verliehen.
Auch im Königreich wurde die gute Nachricht entsprechend gewürdigt: Pünktlich zum Angelus um 12 Uhr läuteten die Glocken der neuen Basilica Minor.
Da mit Fertigstellung des zweiten Turms und Beendigung aller weiteren Festvorbereitungen erst Anfang September zu rechnen ist, findet das Pontifikalhochamt, mit Überreichung der päpstlichen Urkunde und Enthüllung der Inschrift, vermutlich am Festtag des Hl. Nikolas von der Flüe, am 25. September 2011 um 10:30 Uhr in der neuen Basilika St. Goar in Flieden statt. Da sich Papst Benedikt XVI. zu diesem Zeitpunkt noch in Deutschland aufhält ist es nicht unwahrscheinlich, dass er selber der Pfarrgmeinde St. Goar diese große Ehre zu teil werden lässt – so ist es jedenfalls aus dem Umfeld des päpstliche Reisemarschalls Alberto Gasbarri zu hören.
UPDATE: Von Verantwortlichen des Projekts gibt es erste Stellungnahmen!

